OP-Tagebuch Teil 05

11. Oktober 2010 Der fünfte Post- OP Tag
Der vierte Post- OP Tag
  07:15 Uhr Nach dem morgendlichen Prüfen der Werte, steht heute endlich der Tag an, an dem ich wieder aufstehen darf.
  07:30 Uhr Die Visite: Dr. Mechelhoff bestätigt, dass mir die Drainagen gezogen werden, ich das Puschieren gezeigt bekomme, welches ich 4x täglich a' ca. 30 Minuten machen soll, dazu mindestens 2x täglich ein Kamillebad.
  07:45 Uhr Die Ärzte sind mit uns beiden zufrieden, der Heilungsprozess macht schon sehr gute Fortschritte.
  08:15 Uhr Erst mal zusammen frühstücken, gegen 11:00 Uhr kommen die beiden netten Damen der Putzkolonne, wir unterhalten uns eine ganze Weile mit den beiden, die sind auch mal froh, "normale" Patienten, viele meinen, sie wären Schwestern und machen ihnen Streß.
  12:15 Uhr Nach dem Mittagessen ruhen wir uns ein wenig aus.
  14:15 Uhr Man holte mich ab und bringt mich auf die Station 22, wo ich mich auf den Gynäkologen- Stuhl legen muss. Nach Abnahme des Verbandes zieht mir der Arzt endlich nun die Drainagen. Nach der gründlichen Reinigung erklärt er mir den "Puschi" und zeigt mir, wie ich ihn am besten einführen kann. Danach muss ich selbst den "Puschi" einführen als Test, damit der Arzt sieht, ob ich dabei was falsch mache. Mit einem Augenzwinkern sagt er mir, dass ich nun auch wieder rauchen darf und mich im KH frei bewegen kann, ich solle jedoch noch keinen "Marathon" laufen, damit keine der Wunden aufreist.
  15:30 Uhr Wieder auf dem Zimmer, raus aus dem Bett, gleich mal die Dusch- Utensilien gepackt und auf die Patientendusche, da wir auf unserem Zimmer keine Dusche haben. Tut das gut, endlich die Haare zu waschen und mich so richtig sauber zu fühlen. Ich lege ein wenig Schminke auf, ziehe mich an und gehe ins Raucherzimmer, hmmm, obwohl ich 5 Tage keinerlei Verlangen auf eine Zigarette hatte, tut die Ziggi "Danach" so richtig gut. Ich bleibe eine ganze Weile mal weg, damit meine Süße auch mal ein wenig schlafen kann.
  17:00 Uhr
Zum ersten mal puschieren, mal sehen, wie das Gefühl dabei ist.
Das Abendessen lasse ich noch stehen, bin noch satt vom Mittagessen.
Der "Puschi"
  22:00 Uhr Nach dem 2 Puschieren nehme ich nun ein Kamille- Sitzbad. Morgen darf meine Süße auch endlich aufstehen.
  01:00 Uhr Nachdem ich im Raucherraum eine nette Mitpatientin kennengelernt habe, habe ich total die Zeit vergessen, ich gebe meiner Süßen einen zärtlichen gute Nacht- Kuss und schlafe recht schnell total glücklich ein.
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12. Oktober 2010 Der sechste Post- OP Tag
Der fünfte Post- OP Tag
  07:15 Uhr Endlich der Tag, an dem ich auch aufstehen darf.
  07:45 Uhr Die Visite: Dr. Mechelhoff bestätigt, dass mir die Drainagen gezogen werden, ich das Puschieren gezeigt bekomme, welches ich 4x täglich a' ca. 30 Minuten machen soll, dazu mindestens 2x täglich ein Kamillebad. Dabei grinst er mich an und meint, wozu er mir das überhaupt erzählen würde, schließlich weiß ja von meiner Süße mittlerweile alles.
  09:30 Uhr Mein "Taxi" holt mich mit meinem Bett ab und bringt mich auf die Station 22, wo Frau Dr. Hartmann schon auf mich wartet. Sie nimmt zunächst den Verband ab, reinigt die Wunden und schaut mir in meine neue "Lasterhöhle", dabei stellt sie fest, dass dort noch eine leichte Blutung ist, diese ist jedoch nicht beunruhigend. Nachdem sie mir auch den "Puschi" erklärt hat und ich dann selbst den "Probelauf" gemacht hat, grinst sie und fragt, ob ich das vorher schon geübt habe….
  10:30 Uhr Auf dem Zimmer schnappe ich mir auch gleich die Duschutensilien, tut das gut nach 5 Tagen. Gleich mal den Jogginganzug an und mit Franny runter ein wenig an die Luft und dabei die erste Zigarette geniesen.
  12:15 Uhr Erst mal Mittagessen und danach das erste Mal bougieren, ist noch ganz ungewohnt.
  Den Rest des Tages verbringen wir nun in Ruhe, ab und zu mal "puschieren" bissel im KH rumlaufen und auch bissel an die Luft, noch ist das Wetter schön, wir haben so richtig Glück mit dem milden Oktober- Wetter. Abends die Thrombose- Spritze, die Werte- Abfrage. Das Abendessen haben wir beide auf den späteren Abend verschoben. Beide nun abwechselnd unser Kamillebad nehmen und eben immer mal "puschieren"  
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13. Oktober 2010 Der siebte Post- OP Tag
Der sechste Post- OP Tag
  07:00 Uhr Heute nun der nächste Tag, an dem ich wieder auf die Station 22 komme.
  07:45 Uhr Die Visite: Dr. Mechelhoff teilt mir mit, dass ich heute den Urin- Beutel abgenommen bekomme und die nächsten Tage "üben" muss, wieder "Pippi" zu machen.
  13:00 Uhr Nach dem Mittagessen bringt mir die Stationsschwester meine Patientenkartei und schickt mich wieder auf die Station 22.
    Nachdem der Arzt zunächst den "Puschi" herausgenommen hat und die Reinigung durchführte nahm er eine lange, dünne Nadel und durchsticht damit die Harnröhre. Zum Glück hat er einen Plastik- Kittel an, weil ich ihn total voll piesel. Danach erntfernt er den Urin- Beutel und ersetzt ihn durch ein kleines "Schweizer" Ventil, wir bezeichnen es einfacher als "Zapfhahn", mit dessen Hilfe ich die nächsten Tage den Resturin in der Blase messen soll. erst wenn regelmäßig unter 50ml Rest in der Blase verbleibt, kann der Bauchkatheder entfernt werden.
  13:30 Uhr Meine Süße wartet schon vor'm Behandlungszimmer, wir gehen in die Cafeteria und trinken einen Kaffee zusammen und holen uns ein Stückchen Kuchen. Danach verbringen wir den Rest des Tages mit den üblichen Ritualen, wie Blutdruck und Temperatur messen, da wir nun uns auch beide wieder normal bewegen können, geben wir uns abends die Thrombose- Spritze schon allein, ist ja nix dabei.
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14. Oktober 2010 Der achte Post- OP Tag
Der siebte Post- OP Tag

 
  07:00 Uhr Heute komme ich auf die Station 22, wo mir auch der Urinbeutel entfernt wird.
  07:45 Uhr Die Visite: Dr. Mechelhoff sagt heute ned viel, weil ja die Abläufe eh schon besprochen sind.
  09:00 Uhr
Mit meiner Patientenkartei bewaffnet, gehe ich runter auf die Station 22, wo schon die Schwester auf mich wartet. ich mache mich schon mal frei und nehme auf dem Gyn- Stuhl Platz, die Schwester grinst und meint, sie sind das ja schon gewöhnt.
Der Arzt reinigt mir die Vagina, durchstößt die Harnröhre und testet den ersten Urin- Ausfluss, danach setzt er mir auch den "Zapfhahn anstelle des Urinbeutels, ein befreiendes Gefühl, endlich nicht mehr mit dem Beutel rumlaufen zu müssen.
Dann entfernt er mir schon mal die ersten Fäden am Damm, weil die Wunden schon gut verheilt sind.
  16:00 Uhr Haben uns mit unserer neuen Bekannten, die Francine im KH kennengelernt hat zum Kaffee verabredet und gehen anschließend ein wenig im Krankenhaus- Park die Sonne genießen.
  19:00 Uhr Nach dem Abendessen und dem letzten messen der Werte, "verschwinden" wir wieder aus dem Krankenzimmer...
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OP-Tagebuch

von Tamara & Francine, dem 1. transidenten Paar, das in Deutschland zusammen die GaOP hatte.

Bericht über die GaOP im Markuskrankenhaus FfM.

Diese Informationen sind für Jugendliche nicht geeignet !




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Aktuelles Urteil

Am 11. September 2012 hat das BSG für den Brustaufbau bei MzF-Transsex-uellen entschieden, dass transsexuelle Versicherte einen Anspruch auf geschlechtsangleichende Behand-lungsmaßnahmen einschließlich chirurgischer Eingriffe in gesunde Organe zur Minderung ihres psychischen Leidensdrucks haben können, um sich dem Erscheinungsbild des angestrebten anderen Geschlechts deutlich anzunähern.

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Das persönliche Umfeld

Der größte Fehler ist, dass man die betroffenen transidenten Menschen nach seinem „Coming- Out" in die übliche Geschlechterrolle zwingen will, anstatt ihm/ihr zur Seite zu stehen.

Aber die Eltern und Verwandten, wie auch Freunde versuchen durch psychischem Druck, die Betroffenen wieder in ihr Weltbild zurecht zu rücken.



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Ratgeber A-Z

Fragen gibt es viele -

Antworten aber auch.

Wir versuchen hier möglichst die am häufigsten auftretenden Fragen zum Thema Transidendität aufzugreifen und ausführlich zu beantworten.





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Gericht lehnt Eintragung eines dritten Geschlechts ab

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Zum Veranstaltungskalender auch außerhalb der SHG-TransForMe

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