OP-Tagebuch Teil 04

08. Oktober 2010 Der zweite Post- OP Tag
Der erste Post- OP Tag
  06:00 Uhr Die Baldrian- Tabletten haben gewirkt, habe doch einige Stunden geschlafen. Franny liegt neben mir im Bett und schaut mich an ich hauche ihr einen Luftkuss zu, wie gerne würde ich lieber eng an sie gekuschelt neben ihr liegen.  
  06:00 Uhr Ich habe sehr unruhig gelegen und mich andauernd gedreht, an Schlaf war nicht zu denken und habe auch das Gefühl, als ob der "Puschi" seine Position verändert hat.
  07:15 Uhr Der allmorgendliche Check unserer Werte, alles i.O.
  07:45 Uhr Visite: Die Ärzte teilen uns beiden mit, dass die OP sehr gut verlaufen ist und bei beiden heute ein Verbandswechsel ansteht.
  08:05 Uhr Das erste gemeinsame Frühstück.
  10:00 Uhr Aus der Küche kommt eine Mitarbeiterin, übergibt uns den Speiseplan, wir haben reichlich Auswahl aus den verschiedenen Bereichen, Vollwert, Diät- Kost oder vegetarisch, auch das Frühstück und Abendessen können wir täglich neu zusammen stellen. Und welch nette Überraschung, am nächsten Tag gibt es außerhalb der Speisekarte Königsberger Klopse mit Kartoffeln und Kapernsoße, eins meiner Lieblingsgerichte. Also direkt mal bestellt.
  10:45 Uhr Die Ärztin und die Stationsschwester sind nun da zum ersten Verbandswechsel. Bei der Wundreinigung kommt die Ärztin über meine Klitoris, uuih ist das ein Gefühl, sie funktioniert. Der "Puschi" ist tatsächlich etwas heraus gerutscht, die Ärztin plaziert ihn neu und legt den neuen Verband an.
Ich kann das Gefühl nicht beschreiben, wie es ist, das OP- Ergebnis zu sehen. Wer das noch nicht erlebt hat, kann das nicht nach voll ziehen.
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  13:00 Uhr Nach dem ersten gemeinsamen Mittagessen kommt nun die Ärztin erneut ins Zimmer und macht auch bei mir den Verbandswechsel auf Grund des "Nachtalarms". Auch bei mir ist es ein super schönes Gefühl, als sie beim waschen über die Klitoris kommt. Sie lächelt nur ganz lieb dabei.  
  14:00 Uhr Wir ruhen uns ein wenig aus und sehen fern.
  15:15 Uhr Chefarzt- Visite durch Prof. Dr. Sohn und das ganze Team.
  15:15 Uhr Er sagt zu mir, ich solle etwas ruhiger liegen, es wäre zu schade für das gesamte OP-Ergebnis, wenn was passieren würde, wie letzte Nacht.
  15:15 Uhr Mit meinem Ergebnis ist er voll und ganz zufrieden und lächelt mich an und sagt weiter so und ich solle mich nicht scheuen, jemanden zu rufen, wenn ich das Gefühl habe, dass etwas nicht stimmt. Lieber einmal zu viel gerufen, als dass was passiert.
  15:20 Uhr Alles in allem ist also alles i.O. und er sagt noch, sollte am Wochenende irgendetwas sein, er käme im Notfall jederzeit, aber so wie es aussieht, wird das WE sehr gut bei uns beiden verlaufen.
  15:30 Uhr So, nun kehrt endlich mal etwas Ruhe ein, wir versuchen etwas zu schlafen.
Außer den üblichen Werteabfragen und dem Abendessen war dann nun heute mal endlich die Zeit, sich von den OP- Strapazen so richtig auszuruhen.
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09. Oktober 2010 Der dritte Post- OP Tag
Der zweite Post- OP Tag
  Heute mal ein ruhiger Tag, außer jeweiligem Verbandswechsel, den jeweiligen Werte- Abfragen, Temperatur und Blutdruck, abends die Thrombose Spritzen, Betten machen und "Katzenwäsche".
Endlich mal ein Tag der "Erholung".
  11:00 Uhr Von wegen Ruhe, wir wundern uns, was hier nun los ist, permanent hört man Fahrzeuge mit Sirenen durch Frankfurt rauschen. Auch erkennen wir, dass ettliche Fahrzeuge das Krankenhaus anfahren. Unsere Stationsärztin, die gerade mal nach dem rechten schaut, sagt uns, dass am Flughafen die bisher größte Notfallübung stattfindet.
  15:00 Uhr Naja, ok, der Tag war nicht ganz so ruhig, mein Darm hat angefangen, wieder zu arbeiten und die Schwester mußte 4 volle Bettpfannen weg tragen. puh, das war eine Erleichterung.
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10. Oktober 2010 Der vierte Post- OP Tag
Der dritte Post- OP Tag

 
    Heute steht der Zimmer- Wechsel an, wir kommen ein Zimmer weiter, das Zimmer mit der Nummer: "666".
    "The bitches room"
  15:20 Uhr Kaum sind wir in unser neues Zimmer gekommen und haben uns häuslich niedergelassen, muß ich nun die Schwester rufen, mein Darm macht sich endlich bemerkbar. Die Schwester mußte 2 volle Bettpfannen weg tragen. Die Erleichterung ist groß.
  Ansonsten war der Tag ziemlich ruhig, außer jeweiligem Verbandswechsel, den jeweiligen Werte- Abfragen, Temperatur und Blutdruck, abends die Thrombose Spritzen, Betten machen und "Katzenwäsche".
Wieder ein Tag der "Erholung".
  19:00 Uhr Ich chatte ein wenig mit unseren lieben Bekannten, die teilweise die OP auch schon hinter sich haben oder die die OP noch herbeisehnen. Natürlich fragen sie mich alle aus.
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OP-Tagebuch

von Tamara & Francine, dem 1. transidenten Paar, das in Deutschland zusammen die GaOP hatte.

Bericht über die GaOP im Markuskrankenhaus FfM.

Diese Informationen sind für Jugendliche nicht geeignet !




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Aktuelles Urteil

Am 11. September 2012 hat das BSG für den Brustaufbau bei MzF-Transsex-uellen entschieden, dass transsexuelle Versicherte einen Anspruch auf geschlechtsangleichende Behand-lungsmaßnahmen einschließlich chirurgischer Eingriffe in gesunde Organe zur Minderung ihres psychischen Leidensdrucks haben können, um sich dem Erscheinungsbild des angestrebten anderen Geschlechts deutlich anzunähern.

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Das persönliche Umfeld

Der größte Fehler ist, dass man die betroffenen transidenten Menschen nach seinem „Coming- Out" in die übliche Geschlechterrolle zwingen will, anstatt ihm/ihr zur Seite zu stehen.

Aber die Eltern und Verwandten, wie auch Freunde versuchen durch psychischem Druck, die Betroffenen wieder in ihr Weltbild zurecht zu rücken.



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Ratgeber A-Z

Fragen gibt es viele -

Antworten aber auch.

Wir versuchen hier möglichst die am häufigsten auftretenden Fragen zum Thema Transidendität aufzugreifen und ausführlich zu beantworten.





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Gericht lehnt Eintragung eines dritten Geschlechts ab

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Zum Veranstaltungskalender auch außerhalb der SHG-TransForMe

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