OP-Tagebuch Teil 01

Das Ärzteteam  
Chefarzt: Prof. Dr. Sohn
Oberarzt: Dr Mechelhoff
Oberarzt: Dr. Sikora
Oberarzt: Dr. Hatzinger
Stationsarzt: Dr. Wirsam
Stationsärztin: Dr. Heermann
Stationsärztin: Dr. Amann
Stationsärztin: Dr. Hartmann
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04. Oktober 2010 Der letzte Tag zuhause
14:00 Uhr Im Krankenhaus anrufen, ob die Betten frei sind, da das KH ein Notfallkrankenhaus ist und Tamara ja erst am 6.10. ihren Aufnahmetermin hat und sie für den 5.10. ein Bett als "Begleitperson" reserviert hat. Die Betten sind frei, also steht den OP's nicht mehr im Wege.
16:00 Uhr Beide zu den Hausärzten, Einweisungen für's Krankenhaus abholen. Den letzten Abend zu Hause mit unseren Kätzchen genießen.
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05. Oktober 2010 Endlich ist der langersehnte Tag erreicht. Francine's Aufnahmetag.
06:30 Uhr Der Wecker klingelt, nun kann's bald losgehen
06:30 Uhr Gleich noch Tamara wecken und das letzte Frühstück zu Hause
08:00 Uhr Noch mal prüfen, ob wir auch alles eingepackt haben
08:30 Uhr Die letzten Schmuseeinheiten mit unseren beiden Katerchen
08:45 Uhr Die Eltern warten schon am Auto, um uns nach FfM zu fahren
10:45 Uhr Ohne Stau auf dem Parkplatz des Krankenhausses angekommen
11:00 Uhr Die Aufnahmestation hat totalen Computerausfall. Ich soll also zunächst einmal die ärztlichen Untersuchungen erledigen.
11:45 Uhr Das EKG ist einwandfrei, nun noch zur Blutabnahme und Urinprobe abgeben, der Ärztin meine Patientenverfügung übergeben, die wir uns gegenseitig ausgestellt haben.
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Eine Patientenverfügung sollte jeder ausstellen, da in dieser die Wünsche niedergeschrieben werden können, wer im Notfall entscheiden darf, wenn man, z.B. aufgrund eines Unfalls nicht mehr selbst entscheiden kann, ob und welche ärztlichen Maßnahmen durchgeführt werden dürfen. Dadurch kann eine Person des Vertrauens den Umfang der Behandlungen entscheiden und auch ggf. lebenserhaltende Maßnahmen verweigern, z.B. "Zwangsernährung" oder die reine maschinelle Lebensverlängerung.
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12:00 Uhr Die Stationsärztin stellt noch einmal ein paar Fragen, ob ich mir auch wirklich sicher sei und erklärt anschließend noch einmal die Operation und den weiteren Verlauf des Krankenhaus-Aufenthaltes. Danach noch der Ultraschall der Blase und der Nieren und eine kurze Untersuchung der Genitalien.
12:30 Uhr Meine Eltern verabschieden sich nun von uns und wünschen uns alles Gute zu den OP's. Meine Mutter nimmt dabei Tamara in die Arme. Damit hat Tamara nun gar nicht gerechnet und kann die Tränen nicht unterdrücken.
12:45 Uhr Nun noch das Anästesie-Gespräch und die Aufklärung über das Narkose-Risiko.
13:00 Uhr Nachdem nun alle Untersuchungen und Unterschriften erledigt sind und auch das Computersystem wieder arbeitet, kann nun die Aufnahme abgeschlossen werden.
13:45 Uhr Auch Tamara's Bettzuweisung konnte nun abgeschlossen werden
14:00 Uhr Die Betten sind noch nicht fertig, die Stationsschwester zeigt uns den Aufenthaltsraum, wo wir erst mal eine Tasse Kaffee trinken. Hier gibt es immer Kaffee und ausreichend heißes Wasser für verschiedene Teesorten.
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14:30 Uhr Eingecheckt im Zimmer 665, das eigentlich reservierte Zimmer ist belegt. 2 nette Mitpatientinnen liegen mit auf dem Zimmer, sie sollen aber beide schon morgen entlassen werden, danach sollen wir das 4 Bett Zimmer erst mal für uns alleine haben.
15:00 Uhr Der Pfleger bringt mir ein kleines fläschlein mit ner durchsichtigen Flüssigkeit, das ich mit reichlich Wasser, bis zu 3 Liter, zu mir nehmen soll. Es ist das Abführmittel, das innerhalb von 2-3 Stunden mit der Wirkung anfangen soll. Also hau weg das Zeug, Tamara grinst und meinte nur, ich hätte es mit Wasser mischen sollen, naja egal, nu isses weg, also reichlich wass hinter her, mischt sich ja dann auch.
17:00 Uhr Ich bekomme Francine's Abendessen, da sie ja nichts mehr essen darf.
17:30 Uhr Uuih, es geht los, das Abfühmittel fängt an zu wirken, also nehme ich das Stationszimmer in Beschlag, damit die anderen Mitpatientinnen auf unserem Zimmer noch die Toilette nutzen können.
18:00 Uhr Nun bekomme ich noch 4 Tabletten, die wohl den letzten Rest des Darms leeren soll und wohl auch für die Darmflora gut ist
23:30 Uhr Die letzte Zigarette für die nächsten 5 Tage schmacht.
01:00 Uhr Die Nachtschwester stellt sich uns vor, fragt mich, ob ich eine Schlaftablette wünsche, ich möchte eh nicht, kann bestimmt sowieso gut schlafen. meine Süße gibt mir einen gute Nacht-Kuss, mit einem Blick auf die erleuchtete Skyline von FfM schlafe ich in freudiger Erwartung ein. Meine Süße geht noch eine rauchen.
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OP-Tagebuch

von Tamara & Francine, dem 1. transidenten Paar, das in Deutschland zusammen die GaOP hatte.

Bericht über die GaOP im Markuskrankenhaus FfM.

Diese Informationen sind für Jugendliche nicht geeignet !




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Aktuelles Urteil

Am 11. September 2012 hat das BSG für den Brustaufbau bei MzF-Transsex-uellen entschieden, dass transsexuelle Versicherte einen Anspruch auf geschlechtsangleichende Behand-lungsmaßnahmen einschließlich chirurgischer Eingriffe in gesunde Organe zur Minderung ihres psychischen Leidensdrucks haben können, um sich dem Erscheinungsbild des angestrebten anderen Geschlechts deutlich anzunähern.

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Das persönliche Umfeld

Der größte Fehler ist, dass man die betroffenen transidenten Menschen nach seinem „Coming- Out" in die übliche Geschlechterrolle zwingen will, anstatt ihm/ihr zur Seite zu stehen.

Aber die Eltern und Verwandten, wie auch Freunde versuchen durch psychischem Druck, die Betroffenen wieder in ihr Weltbild zurecht zu rücken.



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Ratgeber A-Z

Fragen gibt es viele -

Antworten aber auch.

Wir versuchen hier möglichst die am häufigsten auftretenden Fragen zum Thema Transidendität aufzugreifen und ausführlich zu beantworten.





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Gericht lehnt Eintragung eines dritten Geschlechts ab

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Zum Veranstaltungskalender auch außerhalb der SHG-TransForMe

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